Freitag 24. November 2017

Inhalt:

Copyright: Parlamentsdirektion/WILKE

Petra Bayr

Nationalratsabgeordnete, SPÖ

Jungen Menschen eine Perspektive für ihr Leben zu geben, sie mit einem guten Rüstzeug für ihre Zukunft auszustatten und ihnen das zu ermöglichen, was allen jungen Menschen gemeinsam ist: nämlich etwas lernen zu wollen, sollte für alle Jugendlichen möglich sein, egal, welche Geschichte sie hinter sich haben. Ich unterstütze die Bemühungen von Sozialminister Hundstorfer, den alten Erlass zu ändern und es asylsuchenden jungen Menschen möglich zu machen, eine Lehre zu beginnen, die sie persönlich, sozial und wirtschaftlich stärkt und hoffe, dass es dazu bald eine Einigung mit dem Koalitionspartner gibt.

Sonja Ablinger

Nationalratsabgeordnete SPÖ

Schon Marie Jahoda stellte 1933 in ihrer Studie über die Folgen von langer Arbeitslosigkeit fest: ‚Erwerbsarbeit aktiviert die Menschen, sie vermittelt Status und gesellschaftliche Anerkennung, sie ermöglicht soziale Kontakte und die Teilhabe an der Gesellschaft’. Das stimmt für alle Menschen, egal ob hier geboren, zugewandert oder hierher geflüchtet. Das soll für alle gelten.

Fotocredit: Margit Marnul

Julya Rabinowich

Schriftstellerin und Malerin

Recht auf Arbeit ist unabdingbares Menschenrecht. Die erzwungene Tatenlosigkeit macht krank und liefert aus. Wir machen uns stark: für Selbstbestimmung und ein Recht auf Entwicklung!

Lin

Ausgebildete Heimhelferin

Ich bin Asylwerberin. Ich habe fast fünf Jahre auf meine Asylentscheidung gewartet. Wie lange muss ich noch warten? Niemand weiß das. Ich habe in Österreich die deutsche Sprache gelernt und mit Hilfe des Integrationshauses die Hauptschule abgeschlossen. Ich habe auch eine Ausbildung als Heimhelferin gemacht. Normalerweise kann ich schon arbeiten gehen, aber ich habe keinen Asylbescheid. Ich möchte mich verselbstständigen. Ich habe Kraft. Ich möchte arbeiten gehen.

Arbeit! Arbeit! Arbeit!

Volker Hornsteiner

BILLA Vorstandssprecher

Interkulturelle Zusammenarbeit und die damit verbundene Integration von zugewanderten Menschen ist bei BILLA ein wichtiger Teil der Unternehmensphilosophie. Denn gerade ein Handelskonzern hat vielseitige Berufsmöglichkeiten und verbindet tagtäglich abertausende Menschen – ohne Unterscheidung von Herkunft, Geschlecht, Religion, Bildung, Laufbahn o.ä. – miteinander. Chancengleichheit und damit einhergehend Respekt und Fairness gegenüber allen MitarbeiterInnen und ihren Bedürfnissen ist bei BILLA somit ein zentraler Grundpfeiler.

Elisabeth Scharang

Filmemacherin

Wer profitiert davon, dass Menschen nicht lernen und arbeiten dürfen? Was haben wir davon, dass AsylwerberInnen diesbezüglich keine Rechte bekommen? Sie sollen sich nicht integrieren? Uns die Arbeitplätze nicht wegnehmen? Sie sollen sich nicht zu wohl fühlen?  Denken Sie erst gar nicht darüber nach. Es gibt keine schlüssige Antwort, zumindest nicht, wenn die Menschen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Und Politik sollte genau das machen: die Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Inou

Simon Inou

M-MEDIA

Als ehemaliger Asylwerber weiß ich zu schätzen, wie wichtig es ist, beschäftigt zu sein. Weil die Beschäftigung dem langen leeren Tag von AsylwerberInnen einen Sinn gibt. Jede Investition in AsylwerberInnen ist eine Investition für die Zukunft dieses Landes. Nicht nur aufgrund der Rückkehr dieser Investition, sondern auch weil Österreich damit ein Zeichen setzt, wie in einer Demokratie, wie der österreichischen, mit Minderheiten umgegangen werden sollte.

Veronika Pernsteiner

Stv. Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs

Ich möchte mit der Unterstützung dieser Kampagne ein Zeichen setzen! AsylwerberInnen sollen Zugang zu Lehre und Arbeit haben.

Fotocredit/Copyright: Staud’s/www.diefotografin.at

Hans Staud

Wiener Konfitürenhersteller

Ich unterstütze die Kampagne „Machen wir uns stark gegen Zukunftsraub“, damit Asylwerber/innen in kalkulierbarer Zeit

  • ihre Fähigkeiten, Qualifikationen und Motivation in den heimischen Arbeitsmarkt einbringen können
  • und dadurch ihre Zukunft sicherer planen und ein menschenwürdiges Leben in unserem Land führen können.
Copyright: Manfred Baumann

Thomas C. Brezina

Kinderbuchautor

Arbeit und Ausbildung geben dem Leben Sinn und dem Menschen Halt und Perspektive. Daher muss jeder Zugang dazu haben.

Michel

Asylwerber

Ich bin ein Asylwerber. Und ich bin stolz darauf, weil das bedeutet, dass ich erfolgreich um das Leben kämpfe. Aber ich bin nicht stolz darauf anders behandelt zu werden. Die Menschen sind zwar nicht gleich, aber sie sollten trotzdem gleich behandelt werden. Ich möchte nicht, nur weil ich anders bin, anders behandelt werden. Ich habe noch nie im Leben das Gesetz gebrochen. Und ich habe es nicht gebrochen, indem ich Asyl beantragt habe. Alles, was ich gemacht habe, ist, dass ich Asyl beantragt habe. Nicht mehr, nicht weniger. Ich habe mich hier integriert und möchte mich weiter integrieren. Und darum bitte ich den österreichischen Staat, mir dabei zu helfen, um so bald wie möglich eine gute Arbeit zu haben.

Barbara Weber

Geschäftsführerin, Amnesty International Österreich

Das Recht auf Arbeit (Artikel 23, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) und damit die Möglichkeit seine Existenz sichern zu können ist ein wesentliches Element der Menschenwürde. Die Rechte und die Menschenwürde von jenen, die in Österreich um Asyl ansuchen, werden immer weiter beschnitten. Die Haltung die dahinter steckt ist grundlegend falsch. Wir brauchen einen Perspektivenwechsel der Regierung, es sollte wieder zur Selbstverständlichkeit werden, dass die menschenrechtliche Verpflichtung eines Staates, Schutz zu gewähren, eingehalten wird. Österreich sollte auch nicht auf das Wissen und die Fähigkeiten von Menschen verzichten, die hier über einen längeren Zeitraum leben. Je länger jemand hier lebt, desto fragwürdiger ist es, wenn der Staat das Recht auf Arbeit verwehrt.

Fotocredit/Copyright: Ingo Pertramer

Austrofred

Rockstar

Ich sage, ein jeder Asylwerber, eine jede Asylwerberin soll in Österreich auch arbeiten dürfen.

Foto: Janine Guldener

Doris Schretzmayer

Schauspielerin

Niemand kann genau wissen, was einen Menschen dazu bewegt, seine Heimat und seine Familie zu verlassen und in der Fremde neu zu beginnen. Es sind jedenfalls wichtige Gründe, vor denen ich Respekt habe. Und es ist für viele die einzige Möglichkeit, weiterzuleben oder katastrophalen Lebensbedingungen zu entkommen und für alle ein großer Schritt, der bewältigt werden muss. Ich wünsche mir faire Chancen für einen Neubeginn und die Möglichkeit, sich dem Leben kraftvoll stellen zu können. und wir brauchen Schutz und Unterstützung für Kinder und einen sorgsamen Umgang mit Familien.

Herbert Stepic

Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bank International AG

Raiffeisen steht seit 125 Jahren für Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn Menschen die Chance bekommen, für sich selbst zu sorgen, wird diese Hilfe zur Selbsthilfe am besten verwirklicht. Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - in unser Land kommen, sollte man dabei unterstützen, hier auch arbeiten zu können. Die Raiffeisen Bank International steht dafür,  Menschen in die Lage zu versetzen, für sich selbst zu sorgen.  Die Möglichkeit zu lernen und zu arbeiten ist dafür eine Grundvoraussetzung. Der Erfolg unseres Unternehmens - und auf das bin ich persönlich stolz - liegt insbesondere in der kulturellen Vielfalt unserer Mitarbeiter und unserer Kunden.

Josef Hader

Josef Hader

Kabarettist

Dass Menschen, die hier leben, weder eine Lehre machen dürfen, noch arbeiten dürfen, das widerspricht jedem Menschenverstand. Kein klar denkender Mensch versteht, warum Jugendlichen jede Perspektive genommen wird und warum Erwachsene nicht auf eigenen Beinen stehen dürfen. Nur weil sie AsylwerberInnen sind? Das versteht kein Mensch.

Serge Falck

Schauspieler

Ich kann die Initiative für den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende nur vom ganzen Herzen unterstützen. Nicht arbeiten zu dürfen kommt einer Herabwürdigung der betroffenen Person gleich. Gute Integration beginnt auch am Arbeitsplatz.

Fotocredit: Furgler

Franz Küberl

Caritas-Präsident

Unabhängig davon, ob die Menschen schließlich Asyl erhalten oder nicht - in jedem Fall ist es menschlich und sachlich klug, wenn (vor allem die jungen) Leute ihre Fähigkeiten und Kenntnisse erweitern können. Und in jedem Fall ist es eine gute Investition in die Zukunft.

Amadou BAH

Asylwerber
  1. Recht auf Arbeit hat jeder. Aber warum die Ausnahme für Asylwerber?
  2. Bei der wirtschaftlichen Entwicklung Österreichs möchten Asylwerber auch beteiligt sein. Geben Sie uns diese Möglichkeit!
  3. Ein Mensch ohne Arbeit hat keine Zukunftsperspektive!

Rudolf Semrad

Geschäftsführer The Swatch Group Österreich

Durch die Möglichkeit einer Berufsausbildung schafft man die ideale Voraussetzung, junge Asylwerber rasch zu integrieren. Hier liegt der Vorteil (für alle!) für mich so klar auf der Hand, dass ich mir Diskussionen höchstens über eine etwaige „Wartefrist“ vorstellen könnte.

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