Samstag 23. September 2017

Inhalt:

Elfriede Jelinek

Literaturnobelpreisträgerin

 

Fotocredit: c Wilke

Michael Landau

Caritasdirektor der Erzdiözese Wien

Österreich ist ein Rechtsstaat und hat eine lange humanitäre Tradition. Schutzsuchende Menschen haben das Recht auf rasche, qualitätsvolle Asylverfahren. Immer wieder dauert es jedoch mehrere Jahre lang, bis die Menschen eine Entscheidung über den Ausgang ihres Asylverfahrens erhalten. Das bedeutet für die Betroffenen einerseits jahrelange Ungewissheit und Angst. Andererseits sind sie in dieser Zeit zum Nichtstun verdammt. Das ist unmenschlich und ökonomisch nicht sinnvoll. Deshalb fordern wir als Caritas, dass schutzsuchende Menschen nach sechs Monaten Aufenthalt in Österreich arbeiten dürfen, um ihr Können, ihre Fähigkeiten und ihr Wissen für alle Menschen in unserem Land sinnvoll einsetzen können. Ich stimme in diesem Punkt zu hundert Prozent mit dem ehemaligen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel überein: "Wer legal hier lebt, soll auch legal hier arbeiten dürfen!"

Michael Chalupka

Direktor Diakonie Österreich

Die Jugendlichen in den Diakonie-Wohngemeinschaften wollen lernen und etwas tun. Und sie sollen das auch dürfen. Das hilft beim Spracherwerb und beim Kontakt mit der Bevölkerung -  und es hilft die eigene schwierige Situation zu bewältigen.

Martin Schenk

Sozialexperte, Autor "Die Integrationslüge"

Was soll das bringen außer Zermürbung?: Zum Nichtstun verurteilt zu sein und nicht selbst zum eigenen Lebensunterhalt und den der Angehörigen beitragen zu dürfen.

Inge Jäger

Vorsitzende von Südwind

Jugendlichen Asylwerbern den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt zu verwehren ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Nur mit Bildung und beruflicher Ausbildung können Menschen in unserem Wirtschaftssystem menschenwürdig leben. Unabhängig in welchem Land diese Jugendlichen in unserer globalisierten Welt später leben werden, in Europa oder sonst wo, werden berufliche Fähigkeiten für eine positive wirtschaftliche Entwicklung gebraucht. Letztlich profitiert vor allem auch die österreichische Wirtschaft und Gesellschaft von gut ausgebildeten Menschen. Es ist beschämend, wie kurzsichtig und verantwortungslos Österreichs Behörden mit jungen Menschen, die unseren Schutz und unsere Unterstützung brauchen umgehen. Südwind unterstützt diese Kampagne und hofft auf einen positiven Erfolg.

lydia mischkulnig

Autorin
gesundheit bildung und ausbildung für ein glückendes leben ist das recht aller menschen, die in dieser gesellschaft leben. perspektivenlosigkeit und ausschluss für asylsuchende vom regulären arbeitsmarkt, getrieben in die ungwissen und bindungslosen aushilfstätigkeiten, tragen nicht zum aufbau eines autonomen lebens bei. es geht nicht an, dass die besten jahre junger menschen aus politischer fehlentscheidung 2004 über den heutigen tag hinaus weiterhin vergeudet werden. daher fordere ich einen zerriss des erlasses, er schadet dem potential unserer zeit. wir brauchen zugang zur lehre und zum regulären arbeitsmarkt für asylsuchende.

Willi Resetarits

Gesangskünstler

Jugendlichen die Möglichkeit zu nehmen, eine Lehre zu machen, und sie zum Nichts-tun zu verdammen, darf wohl ebenso als dumm bezeichnet werden, wie die Tatsache, dass AsylwerberInnen vom Staat Grundversorgung erhalten, statt ihnen die Möglichkeit zu geben, durch Arbeit selbst für ihren Unterhalt zu sorgen. Geben wir den Menschen die Chance, ihre Potenziale zu nutzen!

Ulrich Seidl

Regisseur

 

Susanne Scholl

Freie Journalistin, Schriftstellerin.

Das recht auf Arbeit und Bildung ist ein grundsätzliches Menschenrecht, dem eine Demokratie wie Österreich verpflichtet ist. Die Verweigerung des Zuganges zu Arbeit und Bildung stellt dementsprechend eine Verletzung der Menschenrechte dar. Menschen, die ihr Land verlassen mussten, von diesem Recht auszuschliessen ist allerdings besonders niederträchtig!

Christoph & Lollo

Musiker

Mr. Faymann, tear down this idiotische Gesetzgebung!

Sigrid Maurer

Ehemalige ÖH Vorsitzende

Es ist unfassbar, dass jugendliche Asylwerber_innen nun bereits seit acht Jahren keine Lehre machen dürfen. Durch die ministerielle Verordnung aus dem Jahr 2004 wurde ihnen die Chance auf einen einfacheren Neuanfang genommen. Das Sozialministerium verdammt die Jugendlichen damit erst recht zum Nichts-tun. Asylwerber_innen werden in Österreich vielfach wie der letzte Dreck behandelt - den Jugendlichen ihre Chance zurückzugeben, ist nur einer von vielen kleinen Schritten die wir setzen müssen, sie menschlich in unserer Gesellschaft aufzunehmen.

Rubina Möhring

Journalistin und Autorin des Buches "Die Asylfalle"

Möchten Sie in einem fremden Land ankommen, ohne Hab und Gut, ohne einen Cent in der Tasche und dort zum Nichtstun verurteilt sein? Möchten Sie, dass dort Ihre Kinder nicht wenigstens eine Lehre machen dürften, um Hoffnung auf ihr künftiges Leben zu haben? Sicher nicht. Warum also wird Asylsuchenden das Recht auf Arbeit verwehrt? Damit sie dem Staat mehr kosten?

Vusa Mkhaya

Musician/Singer/Songwriter

Asylum seekers  have a right to work. Without the right to work they are paralyzed economically, psychologically, intellectually and socially.

Romy Grasgruber

Lichterkette

Ute Bock betonte letztens bei einer Rede, dass wir Menschen doch eigentlich alle gleich sind: Wir müssen alle irgendwann sterben, und wir haben alle das Bedürfnis uns die Zeit bis dahin so schön wie möglich zu machen! So einfach, so richtig!

 

Es ist widersinnig, dass Menschen, die als AsylwerberInnen und Flüchtlinge nach Europa kommen, in ihren Möglichkeiten sich ein schönes und würdiges Leben zu gestalten, ständig behindert werden und z.B. keine Arbeitserlaubnis bekommen. Machen wir uns dafür stark, dass Menschen arbeiten dürfen!

Integrationshaus

Andrea Eraslan-Weninger

Integrationshaus

Der lange geforderte Zugang zum Bildungs- und Arbeitsmarkt für Asylsuchende soll endlich Realität werden. So wären Asylsuchende auch nicht mehr auf die viel zu geringe Grundversorgung - "heiße" 10,08 Euro pro Tag für einen Alleinstehenden inklusive Miete! - angewiesen. Für jugendliche Asylsuchende, die keine Lehrausbildung absolvieren dürfen, gilt nicht nur ein de-facto Arbeitsverbot, sondern auch ein Ausbildungsverbot, wofür Österreich schon mehrfach international kritisiert wurde. Hier werden Potentiale und wertvolle Lebenszeit verschwendet! Dies müssen wir ändern. Geben Sie Flüchtlinge eine Zukunft und unterstützen sie unsere Kampagne.

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Manfred Alexa
Lea Eisinger
Tamika Cunningham
Marlena Walch
Flora Walch
Hannes Czap
Michaela Erkl
Lucia Kruijen
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